Saisonale Erkrankungen bei Pferden – Was jetzt zu tun ist
Frühjahr: Aufbruch und Gefahr
Wenn die ersten Kälber ihre Hufe schwingen, spüren wir alle das Aufblühen – doch das ist der perfekte Nährboden für Hufrehe und Atemwegsinfektionen. Hier kommt das Timing ins Spiel: Die steigende Feuchtigkeit lockt Bakterien, das Immunsystem der Tiere ist noch im Anpassungsmodus. Daher sofortige Kontrolle der Stallluft und regelmäßige Hufpflege, sonst eskaliert das schnell.
Sommerhitze: Hitzeschlag und Dermatitis
Hohe Temperaturen, wenig Schatten, Schweißperlen auf dem Fell – das klingt idyllisch, doch die Gefahr liegt im Detail. Hitzeschlag trifft sogar das robusteste Pferd, wenn Wasserzufuhr vernachlässigt wird. Und die Sonne brennt die Haut, verursacht Dermatitis, die leicht zu sekundären Infektionen führt. Also: Immer frisches Tränken, Schattenplätze, und bei ersten Anzeichen sofort Kühlung mit Wasserbussen.
Herbst: Parasiten und Magengeschwüre
Der Herbst bringt Laub, das ideale Versteck für Parasitenlarven. Wenn das Tier noch mit hohen Stresspegeln durch Trainingslager läuft, steigt das Risiko für Magengeschwüre. Das ist kein kleines Übel; ein unbehandeltes Geschwür kann in wenigen Tagen zur kritischen Situation führen. Deshalb: Wöchentliche Kotanalyse, gezielte Entwurmung gemäß wetterpferd.com, und ein Futterplan mit leicht verdaulichem, wenig säurebildendem Raufutter.
Winter: Frostbeulen und Pneumonie
Schnee, eisige Böden, und plötzlich auftauchende Frostbeulen – das ist das Winter-Drama. Gleichzeitig neigt die Lunge zu Entzündungen, wenn die Stallluft feucht bleibt. Der Schlüssel: Warmes, trockenes Einstreu, häufige Lüftungsintervalle, und ein Vitamin‑C‑Boost im Futter, um das Immunsystem zu stärken. Wer das ignoriert, riskiert lange Genesungszeiten und hohe Behandlungskosten.
Handeln Sie jetzt
Erkennen Sie die ersten Symptome, passen Sie die Pflege an die Jahreszeit an, und setzen Sie sofortige Maßnahmen um – sonst kostet es Zeit, Geld und das Vertrauen Ihrer Tiere.
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